Das ist doch kein Leben in Mantua //
Contilia Pflege und Betreuung

Ein Film über Demenz und die Liebe im Alter

Eine besondere Zusammenarbeit verschiedener Generationen. Der fürs Kino produzierter Kurzfilm wurde von und mit den Menschen der Contilia Pflege und Betreuung aus Essen integrativ umgesetzt.

Auftraggeber
Contilia GmbH

Produktion
Knallrot Filme

Regie, Drehbuch
Orlando Klaus

Kamera, Producer
Maren Heyn

Producer
Wiebke Becker

1. AD
Nina Schindler

1. AC, VFX Supervisor
Gerrit Hecht

Oberbeleuchter
Chris Baur

Key Grip
Patrick Grzanna

Sounddesign
Max Walter

Szenenbild
Mira Laczkowski,
Tobias Effing

Kostüm
Anita Noormann

Make-Up
Julia Glaser,
Christina Neuss

Fotografien
Magdalena Stengel

Editor
Lucas Seeberger

Komponist
Wolfram-Maria Märtig

 

Länge
31 Min.

Herstellungsjahr
2019 / 2020

Genre
Spielfilm, Kurzfilm

Inhalt

Muss man jung sein, um sich zu verlieben? Wann hört Lieben auf? Und wie viel Platz hat man eigentlich in seinem Herzen?

Karl ist 86 Jahre alt und verliebt in die 88-jährige Hannah. Die beiden wohnen im Seniorenheim und kennen sich aus der Theatergruppe, in der sie passenderweise Romeo und Julia spielen. Und Hannah hat sich auch in Karl verliebt. Doch leider gibt es ein Problem: Denn Karl ist mit Rosa verheiratet. Rosa ist an Demenz erkrankt und erkennt ihren Ehemann nicht mehr. Karl ist für sie da, so gut er das kann, und er würde seine Rosa nie verlassen. Gleichzeitig sind die Gefühle für Hannah da. Als Karls‘ Kinder durch Zufall von den Gefühlen erfahren, reagieren diese wütend und lehnen die neue Liebe ab. Und so wird Romeos Leid auch zu Karls Leid und das Theater immer mehr zur Realität und die Realität fürchterlich theatral. Damit sie nicht das gleiche Schicksal wie ihre Bühnenfiguren ereilt, beschließen die Karl und Hannah aus den Konventionen, die sie gefangen halten, auszubrechen – denn Liebe kennt kein Alter.

 

Umsetzung

„Das ist doch kein Leben in Mantua“ ist bereits die zweite Spielfilmproduktion der Contilia GmbH. Während Knallrot Filme UG im ersten Projekt noch als Co-Produzent auftrat, übernahm das Team für den zweiten Dreh die Führung als alleinige Produktionsfirma.
In enger Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeiter*innen der Seniorenstifte der Contilia Pflege und Betreuung, den Produzentinnen von Knallrot Filme und dem Autor und Regisseur Orlando Klaus ist das Drehbuch zu dieser Liebesgeschichte entstanden.

Das Besondere an diesem Kurzfilm ist, dass – wie bereits beim ersten Film „Frau Schnipperls unglaubliche Reise zum Meer“ – neben dem fertigen Film, vor allem der Entstehungsprozess des Films im Vordergrund steht. Die Bewohner*innen der Seniorenstifte sind der Mittelpunkt der Produktion, für sie und mit ihnen wurde dieser Film gedreht. Die Mitbewohner*innen und Pflegekräfte konnten sich Jobs sowohl vor als auch hinter der Kamera wählen und wurden in diese eingelernt. So gab es beispielsweise Pflegekräfte, die bei der Lichtsetzung und Kamera mithalfen als auch Senior*innen, die bislang unentdeckte Schauspieltalente vor der Kamera ausleben durften.

Viele der Darsteller*innen haben in ihrem Leben noch nie Theater gespielt, geschweige denn vor einer Kamera gestanden. Sie lernten Texte auswendig, probierten Kostüme an, wurden am Drehtag geschminkt und spielten die Szenen mehrere Male. Dabei lernten sie, wie ein Film entsteht und begaben sich, zusammen mit den Mitarbeiter*innen der Contilia und dem Filmteam auf eine Entdeckungsreise, an deren Ende alle Beteiligten eine Fülle neuer, gemeinsamer Eindrücke gesammelt haben.

Auch für das Filmteam war es eine besondere Arbeit, denn es war nicht das Ziel „alles schnell im Kasten zu haben“ sondern sich auf die besonderen Bedürfnisse der Beteiligten einzulassen. Es war eine wunderbare Dreherfahrung auf Augenhöhe und die Profis konnten von den Senior*innen viel Gelassenheit und Lebensfreude mit nach Hause nehmen.Innerhalb von acht Monaten wurden alle Szenen des Films u.a. in den Seniorenstiften der Contilia, im Katakomben Theater Essen und in Italien in Verona, unter dem Balkon von Shakespeares Romeo und Julia, gedreht.

Impressionen aus dem Film  ∨

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Making Of von Hannah Schwaiger ∨

Making of Fotografien von Magdalena Stengel  ∨

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